Das Assistenz Programm

Die ersten Anlaufstelle Ist die IV und Pro Infirmis (Beratungsstelle)

Wenn Sie ein sehr gutes Netzwerk haben und das Assistenz Programm sehr gut kennen, ist das perfekt. Aber wenn Sie es gar nicht kennen, dann ist es extrem schwierig. Doch Pro Infirmis (Beratungsstelle) begleitet Sie von A-Z während den ersten 18 Monate. Danach müssen Sie alles selber machen oder Sie holen sich eine Beratung ins Boot.

Normalerweise wird der Antrag in 8-10 Wochen von der IV bewilligt. Zuerst bekommen Sie einen Vorbescheid, welcher für 6 Monate gültig ist. Wenn Sie dann noch nicht aus dem Heim ausgezogen sind, müssen Sie nochmals eine Abklärung machen. Sie dauert nicht mehr so lange wie die Erste, nur ca. eine Stunde. Wenn Sie aus dem Heim ausziehen, wird der Vorbescheid gut gesprochen.

Die IV bezahlt die Assistenz jeden Monat aufgrund der Lohnabrechnungen, die ich ihr einsende. Ich kann jede Person anstellen außer die Eltern.

Ich war in einem Heim in Rossfeld, Bern. Heute bin ich sehr froh darüber, dass ich dort war. Ich konnte sehr viele Erfahrungen für mich sammeln. Wäre ich direkt in das Programm eingestiegen, wäre ich noch gar nicht bereit gewesen! Das Heim ist ein sicherer Hafen, es läuft alles im Hintergrund automatisch ab. Ich möchte allen empfehlen zuerst ins Heim zu gehen und dann ins das Assistenz Programm einzusteigen!

Im Heim gibt es Regeln und das Personal muss fast alles aufschrieben. Ich hatte zwar viel Privatsphäre, aber doch nicht genug. Die Sterne standen für mich richtig und ich musste die Chance sofort ergreifen und aus dem Heim austreten!

Das Assistenz Programm ist kein „Schoggi Leben“ mehr!

Bis es soweit war, hat es bei mir fast zwei Jahre gedauert, weil die Siedlung noch nicht gestanden hat. Ich hatte viele Gespräche mit dem Architekten, um Barrierefreiheit zu gewährleisten. Dass die Eingangstüre automatische geöffnet werden konnte, war eine Herausforderung. Damit die IV diese Kosten übernimmt, muss jemand eine Anstellung haben. Dafür musste ich viele Formulare ausfüllen und Abklärungsgespräche führen.

Active Communication ist spezialisiert auf Hilfsmittel und Wohnungsbau. Ich habe ein Hilfsmittel, das heisst HouseMate. Es ist mit meinem Natel über Bluetooth verbunden. Damit kann ich Alarm, Türen, Storen, Licht, Fernseher und so weiter bedienen. Nun bin ich Arbeitgeber von meinen AssistentInnen. Ich mache den Arbeitsplan für einen Monat und muss alles im Überblick behalten. Ich muss manchmal Nerven wie Stahlseile haben. Zum Beispiel wenn jemand krank ist, muss ich sofort handeln. Wenn eine Baustelle abgeschlossen ist, taucht manchmal wieder eine neue auf. Es ist auch sehr anspruchsvoll aber auch sehr spannend. Ich muss immer einen Reserveplan bereithalten.

Ich muss mein Assistenz - Budget über ein Jahr einplanen über ein Jahr. Mit dem kann ich gut leben. Wenn ich krank bin, muss ich jemanden rund um die Uhr haben. Das muss ich auch einberechnen.

Ich habe 6-7 Personen, die für mich arbeiten, das ist das Minimum. So habe ich genug Personal, auch wenn jemand krank ist, einen Unfall hat oder in den Ferien ist. Jeden Arbeitsvertrag muss ich an die IV-Stelle einschicken und sie überprüft, ob der Vertrag richtig ist. Wenn ja, erhalte ich das Geld zum Bezahlen meines Personals.




Eigentlich muss ich im Programm folgendes machen: Für mich alleine ist das zu viel, darum habe ich noch Hilfe externen Personen. Zum Beispiel für Treuhand – Arbeiten.

Ich habe ein sehr gutes Fundament aufgebaut und mir fehlt das Rossfeld nicht mehr! Meine Lebensqualität ist viel höher. Aber ich habe jetzt mehr Arbeit als im Wohnheim.